Harzmeisterschaften 2026: Sportlicher Start ins neue Jahr trotz widriger Umstände

Mit den Harzmeisterschaften des sachsen-anhaltinischen Verbandes vom 02. bis 04. Januar startete das neue Jahr direkt sportlich. Insgesamt 22 Sportlerinnen und Sportler gingen in 14 Wertungsklassen an den Start – verteilt auf fünf unterschiedliche Starthöhen. Geplant waren vier Bahnzeiten, um insbesondere den jüngeren Athletinnen und Athleten den sicheren Übergang auf ihre jeweiligen Starthöhen zu ermöglichen.

Ein besonderes Highlight war, dass auch Schierkes Vize-Vositzender Sven Zieprich nach 25 Jahren wieder aufs Eis zurückkehrte und bereits bei den ersten Fahrten am Freitag zeigte, dass er nichts verlernt hatte.

Vielversprechender Auftakt

Der Freitag verlief zunächst sehr positiv. Die Jungen der Jugend B konnten bereits nach zwei Trainingsläufen den Schritt vom Kreisel direkt auf Kurve 8 machen – ein wichtiger Entwicklungsschritt. Die weiteren Altersklassen sollten am Samstag folgen.

Doch ein langanhaltender Stromausfall machte diese Pläne zunichte. Beide Trainingseinheiten am Samstag mussten abgesagt werden. Für Wintersportler jedoch kein Grund, den Kopf hängen zu lassen: Statt Bahntraining standen Eislaufen, Winterwandern sowie Rutschspaß mit Kissen und Schlitten auf dem Programm – so verging zumindest der Nachmittag weiterhin sportlich.

Am Samstagabend folgte dann die erlösende Nachricht, dass der Wettkampf am Sonntagvormittag stattfinden konnte, notfalls auch mit Notstromaggregat.

Unterschiedliche Starthöhen innerhalb einzelner Wertungsklassen

Bereits im Vorfeld war für die landesinternen Harzmeisterschaften festgelegt worden, dass in einzelnen Wertungsklassen mit unterschiedlichen Starthöhen innerhalb einer Startklasse gefahren werden konnte. So gingen beispielsweise in der Jugend A weiblich die Sportlerinnen von drei verschiedenen Starthöhen an den Start.
Dieses Vorgehen wurde bewusst zugelassen, da der Fokus insbesondere auf der sportlichen (Weiter-)Entwicklung lag und nicht alle Athletinnen und Athleten ihre vorgesehenen Starthöhen bereits sicher bewältigen konnten.
Die Platzierungen wurden ausgehend von der jeweils höchsten gefahrenen Starthöhe vergeben; die weiteren Startreihen ordneten sich entsprechend dahinter ein.

Renntag unter schwierigen Bedingungen

Der Sonntag zeigte sich typisch winterlich. Wind und Schneefall, dazu schnelles Eis unter einer Schicht Pulverschnee, sorgten für sehr anspruchsvolle Bedingungen. Aufgrund der vielen Einzelstarter in den Wertungsklassen ging es häufig weniger um absolute Bestzeiten, sondern vor allem darum, fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Schon kleine Fahrfehler führten schnell zu Bandenkontakten.

Siege für Blankenburg und Schierke

Bei den Mädchen der Jugend C kam Lina Laue (RC Blankenburg) mit den Bedingungen am besten zurecht und sicherte sich den Sieg vor Karla Reichhold (RC Blankenburg) und Nora Bielenski (Schierker RBV).

Auch bei den Jungen der Jugend B ging der Sieg nach Blankenburg. Luca Harder hatte nach zwei Läufen die Nase vorn und gewann vor Andy Wadehn (Schierker RBV).

Für einen Ausgleich im Medaillenspiegel sorgten die Senioren C mit einem Schierker Doppelsieg. Jan Bielenski siegte vor Sven Zieprich, Platz drei belegte Daniel Kuhn (RC Blankenburg).

Am Ende stand ein ausgeglichenes Gesamtergebnis: Sieben Harzmeistertitel gingen an den RC Blankenburg und sieben an den Schierker RBV – ein Beleg für die gleichmäßige Leistungsstärke beider Vereine. (Ergebnisse)